Diplom Traditionelle Indische Medizin in der Integrativen Medizin (AFGIM)

Die Ausbildung vermittelt stufenweise die theoretischen Grundlagen und die praktischen Behandlungsprinzipien dieses traditionellen Heilsystems. Nach der Ausbildung sollten Teilnehmer in der Lage sein, im Sinne der Traditionellen Indischen Medizin zu diagnostizieren und zu behandeln.

Besonderheiten der Ausbildung:

Lernen vom Ursprung

Dr. phil. Syal Kumar, Leiter der Ausbildung in Traditioneller Indischer Medizin (TIM) und Leiter des Teams der TIM an den Kliniken Essen-Mitte, stammt aus einer traditionellen Ärzte-Familie, die bereits seit fünf Generationen in Traditioneller Indischer Medizin praktizieren.

Durch die Kooperation mit der Vaidyaratnam P. S. Varier Universität Kottakkal ist es möglich, die Ausbildung zusätzlich von Gast-Dozenten und Professoren aus Indien durchführen zu lassen.

Auswärtige Dozenten sind Prof. Dr. M. P. Eswara Sarma, Leiter des VPSV Ayurveda College in Kottakkal, Kerala und Prof. Dr. P. P. Kirathamoorthi, Leiter des Dept. of Samhitha am VPSV Ayurveda College.

 

Weiterbildungsmöglichkeit in Indien

Das vollständige Ausbildungsangebot gliedert sich in drei aufeinander abgestimmte Module, die über einen Zeitraum von drei Jahren absolviert werden (siehe Kursinhalte):

Teil eins:

Die Ausbildung "Traditionelle Indische Medizin in der Integrativen Medizin" in Essen über 15 Wochenenden endet mit einer klinischen Abschlussprüfung in schriftlicher und mündlicher Form. Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie das Basis-Zertifikat in Traditioneller Indischer Medizin.

Teil zwei:

Nach der umfassenden Grundausbildung am Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin, Essen, haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihr Wissen in einem Auslandsaufenthalt zu vertiefen und in Indien Erfahrungen an Kliniken der Traditionellen Indischen Medizin zu sammeln. Nach 40 Tagen intensiver klinischer und theoretischer Arbeit sowie einer Abschlussprüfung wird ihnen das Zertifikat der Vaidyaratnam P.S. Varier Universität Kottakal verliehen.

Teil drei:

Das dritte Modul wird nach einem Vertiefungsseminar über drei Wochenenden und Selbststudium mit einer schriftlichen Abschlussarbeit vollendet. Umfangreiches Studienmaterial rundet das Angebot ab.

Insgesamt sind 2000 Ausbildungsstunden nötig. Abgeschlossen werden kann die Ausbildung mit einem Diplom der AFGIM (Akademische Fachgesellschaft Indische Medizin).

Einen Überblick über den Ausbildungsablauf finden Sie hier.

 

Universitär zertifiziert, wissenschaftlich und praxisnah

Durch den universitären Hintergrund des Ausrichters und seiner klinischen Einrichtung (zwei Stationen mit insgesamt 54 Betten und die angegliederte Ambulanz für Naturheilkunde, Traditionelle Chinesische und Indische Medizin) wird eine große Praxisrelevanz mit Berücksichtigung wissenschaftlicher Aspekte vermittelt.

Alle Module sind einzeln universitär zertifiziert und werden von der Universität Duisburg Essen bzw. der Vaidyaratnam P. S. Varier Universität Kottakkal verliehen.

 

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Traditionelle Indische Medizin

Traditionelle Indische Medizin (TIM)/Ayurveda ist eines der ältesten Medizinsysteme der Welt. Es entstand vor circa 3000 Jahren in Indien. Ayurveda setzt sich aus den Sanskrit-Worten Ayus, das Leben und Veda, die Wissenschaft, zusammen. Wörtlich kann es mit Lebenswissenschaft übersetzt werden.

Kennzeichnend für die TIM ist ihre Gesamtheitlichkeit, das heißt es werden sowohl physische, psychische als auch spirituelle Aspekte, die den Menschen in Gesundheit bzw. Krankheit beeinflussen können, in die Therapie einbezogen.

Der Fokus liegt darauf, die Auslöser der Erkrankung zu verstehen und ungesunde Verhaltensweisen abzubauen. Ayurveda bezieht das menschliche Miteinander und die Lebensumstände immer mit ein. So kann die TIM, wie auch andere seriöse naturheilkundliche Verfahren, in Rahmen der Integrativen Medizin sinnvoll mit konventioneller Medizin und Mind-Body-Medizin kombiniert werden.

Aufgrund der präventiven und kurativen Eigenschaften wurde der Traditionellen Indischen Medizin im Gesundheitswesen weltweit Anerkennung zugesprochen. Die Ausbildung in TIM schult die systemische Beobachtung und die Beachtung möglichst vieler leib-seelischer Phänomene.

Die Besonderheit der Behandlung nach TIM:

  • psychosomatisches Konzept von Arznei und Krankheit
  • umfangreiche phytotherapeutische Arzneimittellehre
  • Stimulation und Stärkung der Selbstheilungskräfte
  • Verbindung von pharmakologischen, manuellen und ausleitenden Therapietechniken

In der TIM wird hauptsächlich mit umfangreicher Phytotherapie behandelt, die je nach Bedarf mit manuellen und ausleitenden Therapietechniken kombiniert werden kann. Auch die Stimulation und Stärkung der Selbstheilungskräfte ist eine wichtige Säule der TIM.

 

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